„retour de babel“ - eine Portraitausstellung zur Migrationsbewegung in der ehemaligen Stahlhalle der Arcelor in Dudelange, im süden Luxembourgs.
Die Besucherinnen werden über eine Hügellandschaft durch die Gärten der Migration und durch den Parkour zur Ausstellungshalle geführt.
Der Weg durch die Ausstellung in der Halle beschreibt die verschiedenen Reisewege von ca. 80 Migranten durch ihre privaten Wohnzimmer. Die architektonische Übersetzung hierzu besteht aus begehbaren Kuben, gruppiert um einen Platz. Die Kuben beinhalten die Wohnräume der Migranten mit Ihren persönlichen Erzählungen und Erinnerungsstücken. Die Mittelpunkte ermöglichen Kontakt und Information.
Die Ausstellungsarchitektur bestehet aus 15 zweischaligen Gerüstkuben in drei verschiedenen Größen bespannt mit weißer perforierter Membran, hinterleuchtet. Der Innenraum der Kuben definiert sich mit weißen Paneelen, die mit Texten, Fotos und Exponaten besetzt sind. Eine offene Decke aus Neonröhren leuchtet die Kuben gleichmäßig aus.
Basis der Kuben sind die fast lebensgroßen Portraitaufnahmen, die die Besucherinnen in persönlichen Lebensumstände der Migranten eintauchen lassen. Die transparente Konstruktion und die jeweils kreisförmige Anordnung der Kuben in drei Themengruppen läst vielseitige Durchblicke auf die ehemalige Arcelor Halle offen. Die Halle als Arbeitsstätte, ein wichtiger Migrationhintergrund bleibt als ganzes erlebbar. Sie wird durch die abstrahierten Häuser, in denen die persönlichen Portraits dargestellt werden, komplettiert.
Die Szenografien, die sich zwischen den Gruppen bewegen, die wieder in den Raum der Halle eintauchen, zeigen die verschiedenen Gefühle wie Hoffnung Irritation, Aufbruch, Angst...... . Sie beschreiben die Wechsel zwischen den verschiedenen Lebensstationen wie abreisen, ankommen, bleiben und da sein. Diese thematischen Installationen werden durch Beleuchtung, Projektionen, überdimensionierte Gegenstände, abstrakte Anordnung von Objekten der Lebensstationen wie z.B. Koffer in Szene gesetzt.