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F. Martin

Partir au loin pour connaître les pays et les gens

Paris 1876
Hocherfreut mich wieder in Paris zu befinden, begab ich mich nach dem Faubourg Saint-Antoine, in der Hoffnung, dortselbst die Adresse von Freund Pierre Merl zu erfahren. Im Faubourg angelangt, begab ich mich nach der Wirtschaft Péschard, bekannt unter dem Namen “Speiesch Aennchen”. Die Frau Péschard war eine geborene Speier aus dem Luxemburgischen, weshalb viele Landsleute dortselbst verkehrten...
Place de la Bastille. Faubourg Saint-Antoine! In dessen Strassen waren seit Jahrhunderten die Bataillone der Revolutionen. 1792 Santerre mit seinen Kohorten, 1830 die Juli-Kämpfer, 1848 fiel hier an einer Barrikade Erzbischof Affre, und im Dezember 1851 der Deputierte Baudin. Am Bastilleplatz, den ich jahrelang täglich kreuzte, grüsste ich mit stillem Jubel die fackelschwingende Göttin der Freiheit, welche die Julisäule krönt.

Ja, Paris, wie der Name klingt! Wenn jemals bei einem Namen von Vorherbestimmung geredet werden darf, so trifft das zu für den Namen dieser Stadt des Geschmackes und der Lebenskunst. Paris! Auch der Asphalt seines Pflasters klingt! Der Fuss setzt sich fester auf, die Schritte scheinen beflügelt, der Körper reckt sich unwillkürlich geschmeidig hoch. Magnetische Kraft entzittert diesem Pflaster, das vom Blute seiner Söhne getränkt ist. Unter seinen Schichten empor bebt und singt noch immer der Pulsschlag grösster Weltgeschichte. Paris ist und bleibt die Hauptstadt der Welt, die Geburtsstadt des demokratischen Europas; Paris gehört der Menschheit.
Extrait des Mémoires de François Martin

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